Artikel geschrieben am: 20.09.02
The Barrelhouse Jazz Gala 2002, 20.09.02 Mozartsaal 20h
Am Freitag macht die Barrelhouse Jazzband, verstärkt und verjüngt durch einige Spitzenjazzer aus New York, im Mozartsaal ein Fass auf. Nicht das erste in ihrer 50-jährigen Geschichte. 1968 in New Orleans beispielsweise, als die Mannen um Klarinettist Reimer von Essen die Ehrenbürgerschaft der Stadt erhielten, jammten sie bis in die Morgenstunden in Honky Tonks und Barrelhouses, wo für ein überwiegend schwarzes Publikum der Schnaps in Strömen fließt. Der frühe Swing der 20-er Jahre von Jelly Roll Morton oder King Oliver wird auch ein paar Jahrzehnte später in Stuttgart geboten. Raffiniert arrangiert, mit heißen Soli. Da wird auch ganz ohne Schnaps drei Stunden lang für eine Menge guter Laune gesorgt und mal wieder ganz nebenbei den Beweis geliefert, dass das alte Vokabular des klassischen Jazz eines bestimmt nicht ist: verstaubt. stai
~ Thomas Staiber
Neuster Artikel: