Artikel geschrieben am: 01.01.70

--- (Datei: Mariano Gedenkkonzert 2010)

A TRIBUTE TO CHARLIE MARIANO

Am ersten Todestag des großen Jazzsaxophonisten findet im Theaterhaus ein Gedenkkonzert mit dem Titel „A Tribute To Charlie Mariano“ statt. Dem Theaterhaus und seinem Leiter Werner Schretzmeier war Mariano besonders verbunden und dem Stuttgarter Publikum, das er mit seinem typischen intensiven und beseelten Spiel so oft beeindruckte und berührte, ist er im Lauf der Jahre wie ein Freund erschienen. Zuletzt trat Mariano, der in den 1940-er Jahren noch mit Charlie Parker gespielt hatte, im November 2008 anlässlich seines 85.Geburtstages mit einer exklusiven Schar von Kollegen auf, die mit ihm seine Kompositionen spielten. Ein phantastisches Konzert.
Fünf  dieser Weggefährten werden morgen (?) im Theaterhaus zu seinen Ehren ein Konzert geben. Mit von der Partie: Philip Catherine, der wunderbare Gitarrist aus Belgien, und Jasper van’t Hof, der holländische Tastenderwisch. Beide haben mit Mariano vor fast vierzig Jahren die legendäre Gruppe Pork Pie gegründet. Am Schlagzeug wird John Marshall aus England sitzen, und Bobby Stern, der Bruder von Jennifer Rush, hat die Ehre, das Saxophon zu spielen. Dafür ist er qualifiziert wie kein anderer: Marianos Wahl fiel in den letzten Jahren seines reichen Musikerlebens, wenn er eine zweite Saxophonstimme brauchte, auf den amerikanischen Landsmann Stern, der wie er in Köln wohnte. Den Kontrabasspart übernimmt Marianos großartiger Duo-Partner, der Freiburger Dieter Ilg,. „He’s Gone“ heißt eine Ballade, die Mariano einmal für einen toten Freund geschrieben hat. Morgen Abend (?) werden die fünf  prominenten Jazzmusiker mit ihr an den vor einem Jahr verstorbenen Kollegen erinnern, dessen Musik weiter lebt. „Plum Island“, „Bangalore“, „Randy“ und viele andere seiner starken und einfühlsamen Kompositionen werden beim „Tribute to Charlie Mariano“ wieder zu hören sein und Erinnerungen an unvergessliche Jazzkonzerte wecken. stai

~ Thomas Staiber

Deko Füller
Familienbild