Artikel geschrieben am: 01.01.70
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BW-BANK JAZZOPEN STUTTGART 2009JOSHUA REDMAN TRIO - JOERG REITER & FRANK KURUC EXPERIENCEDo. 16. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Ein Highlight zum Auftakt der Clubkonzerte der BW-Bank jazzopen im BIX Jazzclub: Wer das Konzert von Joshua Redman vor zwei Jahren an selber Stelle erlebt hat, wird sich frühzeitig Karten hierfür sichern wollen – sein ebenso exstatisch wie kontrollierter Auftritt gehörte zu den Höhepunkten des Festivals 2007.Der 1969 im kalifornischen Berkeley geborene Tenorsaxophonist zählt zu den großen Solisten des zeitgenössischen Jazz, zweimal war er bereits für einen ’Grammy’ nominiert. Als Sohn der Tenorlegende Dewey Redman kam er früh mit der Musik von Ornette Coleman, Keith Jarrett und John Coltrane, aber auch der von James Brown oder der Beatles in Berührung. Den größten Einfluss hat nach eigenem Bekunden aber Sonny Rollins auf Joshua Redman ausgeübt.Seit mehr als einem Jahrzehnt ist er mit Alben, die allesamt die Top 10, oft sogar Platz 1 der Billboard Jazz Album Charts erreichten, und Auftritten mit Jazz-Koryphäen wie Elvin Jones, Charlie Haden, Jack DeJohnette, Pat Metheny und Roy Hargrove eine feste Größe in der Szene und wirkt dennoch stets frisch und unverbraucht.Für jedes seiner vielen, in unterschiedliche Richtungen weisenden Projekte findet er einen eigenen, adäquaten Ansatz: ob für eine Annäherung an HipHop wie auf dem Album „Freedom in the Groove“ von 1996, für seine gleichzeitig respektvollen und überraschenden Interpretationen von Standards und Klassikern oder für seine versatilen Eigenkompositionen – Redman trifft in seiner Vielseitigkeit zwischen Powerplay, rhythmischer Finesse und lyrischer Gesanglichkeit mit seiner voluminösen Artikulation immer den richtigen Ton.1998 war Redman als Tenorsaxophonist Mitglied der The Louisiana Gator Boys (unter anderem mit Eric Clapton und B. B. King), die extra für den Film „Blues Brothers 2000“ ins Leben gerufen wurde – auch im Film war er zu sehen. Auch in „Kansas City“ von Robert Altman ist Redman an Bild und Ton beteiligt.Während der Saxophonist, der im Alter von neun Jahren auf der Klarinette begonnen hatte, in den 90ern bevorzugt im Quartett agierte, läuft seit zwei, drei Jahren ein Prozess der Reduktion und Konzentration bei Redman: Das 2007 erschienene Studioalbum „Back East" zeigte den Musiker in drei unterschiedlichen Trio-Konstellationen und ist mit orientalischen Motiven grundiert.Der Abschied vom Konzept der Working Band war ein Schritt in Richtung der größeren Fokussierung seiner kompositorischen Ideen und setzt sich auf seinem aktuellen, im Frühjahr 2009 veröffentlichten Album „Compass“ fort: mit den Bassisten Larry Grenadier und Reuben Rogers sowie den Schlagzeugern Brian Blade und Gregory Hutchinson standen Redman zwei eingespielte Trio-Formationen zur Verfügung, die darüber hinaus auch noch in verschiedenen Kombinationen zum Einsatz kamen, um die Herausforderung einer Kleinform ohne Harmonieinstrument noch eingehender zu untersuchen.Mit „Compass“ zeige sich der Künstler „zum Meister der kleinen Form gereift“, stellte das Fachmagazin Jazzthetik fest. „Besser geht’s nicht!“, befand Heribert Ickerott im JAZZ PODIUM. „Joshua Redman hat sich zu einer Szene-Autorität gemausert – und „Compass“ ist ein großer Schritt des Young Lions zum Old Cat“, konstatierte Ralf Dombrowski im Jazz thing. Auf seiner anstehenden Europatournee wird Redman von Reuben Rogers und Gregory Hutchinson begleitet. Mit einem seiner wenigen Deutschland-Konzerte gastiert das Joshua Redman Trio bei den BW-Bank jazzopen stuttgart 2009.Besetzung:Joshua Redman (ts)Reuben Rogers (b)Greg Hutchinson (d)Zur Eröffnung der BW-Bank jazzopen stuttgart 2009 im BIX Jazzclub steht gleich eine Premiere an: Der Pianist Joerg Reiter und der Gitarist Frank Kuruc haben im Frühjahr ein Duo-Projekt erarbeitet, das sie für die diesjährigen BW-Bank jazzopen um den E-Bassisten Dave King und den Percussionisten Hakim Ludin erweitern.Die vier Musiker spielen ausschließlich eigene Kompositionen und haben ein stilistisch abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die ungewöhnliche Instrumentierung des Quartetts lässt interessante Rhythmen und außergewöhnliche Soundkreationen bei dieser Weltpremiere erwarten. Dass sie dennoch als exzellent eingespielte Formation auftreten werden, steht indes außer Frage: Reiter, Kuruc und King kennen sich gut, sind langjährige musikalische Weggefährten und Professoren-Kollegen in der Jazz-Abteilung der Musikhochschule Mannheim.Der Stuttgarter Pianist Joerg Reiter ist seit vielen Jahren in der deutschen Musikszene präsent: Er ist langjähriges Mitglied der legendären Peter Herbolzheimer Rhthym Combination & Brass, hat mit zahlreichen nationalen und internationalen Größen wie Al Jarreau, Shirley Bassey, Diane Reeves, Chaka Khan, Billy Cobham, Ack van Rooyen, Helen Schneider, Caterina Valente, Konstantin Wecker und Katja Epstein auf der Bühne und im Studio zusammengearbeitet. Zudem unterrichtet er als Dozent an der Film-Akademie Ludwigsburg und komponiert für Radio, Film, Fernsehen und Theater.Der viel beschäftigte Gitarrist Frank Kuruc ist live und auf Tonträgern zu hören, im Duo mit Herbert Joos oder mit so unterschiedlichen Acts wie Freundeskreis, Joy Denalane, Wolfgang Haffner, DePhazz, aber auch Chuck Leavell (Rolling Stones) oder Mikis Theodorakis. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Mannheim leitet er bundesweit Workshops. Darüber hinaus tritt er als Komponist für Film- und Theatermusik sowie als Songwriter in Erscheinung. Aktuell arbeitet er am neuen Album von Max Herre, das im Herbst erscheinen soll.Der Amerikaner Dave King gehört zu den vielseitigsten und innovativsten Bass-Gitarristen unserer Tage. Als gefragter Studio-Musiker ist er auf Jazz- und Pop-Produktionen, unter anderem von Donna Summer, Asha Puthli und Udo Lindenberg, zu hören. Er war langjähriges Mitglied beim United Jazz + Rock Ensemble, tourte mit Chaka Khan, Nils Landgren und Billy Cobham. Mit Charlie Mariano, dem Vorreiter in Sachen Weltmusik, hat er sich mehrfach auf unbekanntes musikalisches Terrain begeben mit so unterschiedlichen Projekten wie Nassim (Marokko), The Karnataka College of Percussion (Bangalore) und Madras Special mit Rabih Abou Khalil und Zoltan Lantos.Der aus Afghanistan stammende Percussionist Hakim Ludin gilt als einer der progressivsten Percussionisten der internationalen Szene. Er war der Überraschungskünstler des renommierten Montréal Drum Festival 2008, arbeitete bereits mit internationalen Größen wie Terry Bozzio oder Steve Smith und tourte mit Konstantin Wecker. Als Dozent internationaler Drum Camps gibt er seine Erfahrung weiter, ebenso in seiner DVD-Serie „Modern Percussionist“.Besetzung:Joerg Reiter (Piano)Frank Kuruc (Gitarre)Dave King (E-Bass)Hakim Ludin (Percussion)
Neben Pat Metheny und Bill Frisell, der ebenfalls im Programm der diesjährigen BW-Bank jazzopen vertreten ist, gehört John Scofield zu den prominentesten Jazz-Gitarristen unserer Zeit. Als Student am berühmten Berklee College of Music in Boston zählten Mick Goodrick und Gary Burton zu seinen Lehrern.Erste Aufmerksamkeit in der Jazz-Szene konnte Scofield erregen, als Goodrick ihn als Ersatzmann für ein Konzert mit Gerry Mulligan und Chet Baker in der Carnegie Hall vermittelte. Als Mitglied der gemeinsamen Band von Billy Cobham und George Duke wurde er mit seinem flüssigen und dennoch griffigen Gitarrenspiel nicht nur rasch auch größeren Publikumsschichten ein Begriff, sondern auch ein geschätzter und viel beschäftigter Kollege in der Jazz-Szene: in der Folge arbeitete er mit Größen wie Charles Mingus, Herbie Hancock, Chick Corea, Joe Henderson, McCoy Tyner, Charlie Haden, Brad Mehldau, Ron Carter, Bennie Wallace und Jim Hall zusammen.Mit seinem ersten Album unter eigenem Namen („East Meets West“) etablierte sich Scofield 1977 sofort als einer der innovativsten Gitarristen und ideenreichsten Komponisten seiner Zeit. Seitdem hat er 28 Solo-Alben veröffentlicht, auf denen zwar eine ungeheure Bandbreite verschiedener Stile festzustellen ist, aber auch eine markante Handschrift, die jedem Idiom der unterschiedlichen musikalischen Sprachen gerecht wird: ob Bebop, Swing, Fusion, Funk, Soul-Jazz oder Rhythm’n’Blues – stets war es der spezielle Scofield-Touch, der die Musik prägte.Insbesondere durch die intensiven Auftritte seines Trios mit Steve Swallow und Adam Nussbaum gelang ihm schließlich der Durchbruch. 1982 wurde er von Miles Davis für dessen damalige Band rekrutiert: dreieinhalb Jahre währte die Zusammenarbeit, in dieser Zeit war Scofield bei zahlreichen legendären Auftritten und auf drei Alben mit Davis zu hören.Anschließend an sein Engagement bei Davis arbeitete der Gitarrist mit dem P-Funk-Drummer Dennis Chambers zusammen, eindrucksvoll dokumentiert auf Alben wie „Blue Matter“ und „Loud Jazz“. Im Rahmen von Marc Johnson’s Bass Desires nahm er zusammen mit Bill Frisell 1985 bzw. 1987 die Alben „Bass Desires“ und „Second Sight“ für ECM auf – ersteres wurde im Herbst 2008 in der ’Touchstones’-Reihe von ECM wiederveröffentlicht, was den epochalen Stellenwert des Albums markiert.1989 unterschrieb Scofield einen Plattenvertrieb bei Blue Note Records und machte sich daran, „more ’swinging’ avenues" zu erforschen. Zusammen mit einem Freund aus den Zeiten an der Berklee School, dem Saxophonisten Joe Lovano, gründete er eine meist als Quartett oder Quintett agierende Band, die zu den exponiertesten Vertretern des Funk-Jazz zählt und zwischen 1990 und 1996 die Alben „Time on My Hands“, „Meant to Be“, „Grace Under Pressure“, „What We Do“, und „Groove Elation“ veröffentlichte.Für seinen letzten Blue-Note-Release „Hand Jive“ konnte er Eddie Harris verpflichten, der stets ein großes Vorbild für Scofield gewesen ist. Anschließend wechselte er zur Plattenfirma Verve, wo er sich hauptsächlich dem Soul-Jazz-Sound widmete. In diesen Zeitraum fallen auch die Aufnahmen zu einem gemeinsamen Album mit Pat Metheny, das 1994 unter dem Titel „I Can See Your House From Here“ erschien.Als Scofield „Shack Man“ von Medeski, Martin & Wood mit ihren „swampy grooves" und Freejazz-Elementen hörte, wollte er sofort mit ihnen zusammen arbeiten. Das Resultat mit den Musikern aus dem Umfeld von John Luries Lounge Lizards erschien 1998 als „A Go Go“ und trug ihm nicht nur erneut viele positive Kritiken ein, sondern war auch einer seiner bisher größten kommerziellen Erfolge.Nachdem Scofield 2005 mit „That’s What I Say“ eine Hommage an Ray Charles und 2006 mit „Out Louder“ ein weiteres Album mit Medeski, Martin & Wood veröffentlicht hat, kehrt er nun mit seinem neuen Projekt Piety Street zu seinen Wurzeln zurück: „Als ich anfing, Gitarre zu spielen, war ich viel von Blues und davon abgeleiteten Musikstilen umgeben…Den Bluesgitarristen gilt bis heute meine große Liebe. Außerdem sind Blues und Jazz ja auch direkt miteinander verwandt.“Dafür hat er eigens eine erstklassige Band zusammengestellt, die mit dem Keyboarder Jon Cleary, der als Sideman von Bonnie Raitt und durch Auftritte mit B.B. King und Taj Mahal bekannt ist, sowie dem südafrikanischen Drummer Ricky Fataar, der unter anderem bereits in den 70er Jahren als Schlagzeuger der Beach Boys für Furore gesorgt hat, hervorragend besetzt ist.„Ich wollte schon seit Ewigkeiten ein Blues-Projekt durchziehen", verrät Scofield. „Das ist die Musik, mit der für mich als Gitarrist alles begann, und gerade in den letzten Jahren fühle ich mich wieder sehr stark zum Blues hingezogen. Da ich mich aber nicht auf den zwölftaktigen Standard-Blues beschränken wollte, schaute ich mich nach anderen Inspirationsquellen um: und die fand ich bei der ‘guten alten' Gospel-Musik – die ist der nächste Verwandte und unmittelbare Vorläufer des Rhythm'n'Blues, den wir alle lieben. Ich habe Gospel eigentlich schon immer geschätzt, aber mich nie zuvor wirklich mit dieser Musik auseinandergesetzt. Als ich es nun endlich tat, stieß ich auf unzählige Stücke, die mich wirklich berührten. Das ist ganz schön bewegendes Zeug! Natürlich interpretiere ich die Songs hier auf meine ureigene Weise - sämtliche Arrangements habe ich selbst geschrieben."Ende März 2009 wird „Piety Street“ auf Emarcy/Universal erscheinen; der Name des Albums ist eine Anspielung auf die legendären Piety Studios in New Orleans und die goldenen Zeit des Genres, in der die stilprägenden Alben von Thomas A. Dorsey und Mahalia Jackson aufgenommen wurden. Mit seiner neuen Band Piety Street gastiert John Scofield nun erstmals in Stuttgart und wird anlässlich der BW-Bank jazzopen die Songs seines aktuellen Albums vorstellen.Besetzung:John Scofield (guitar)Jon Cleary (Hammond B3, vocal)Donald Ramsey (bass)Ricky Fataar (drums)
CHINA MOSES - TOBIAS BECKER BANDFr. 17. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Mit China Moses wird einer der Shootingstars der aktuellen Vocal-Jazz-Szene bei den BW-Bank jazzopen im BIX Jazzclub erstmals in Stuttgart gastieren. Mit ihrem im Frühjahr 2009 erschienenen Blue-Note-Debüt „This One ´s For Dinah“, einem Tribute-Album zu Ehren von Dinah Washington, das sie gemeinsam mit dem französischen Jazzpianisten Raphaël Lemonnier aufgenommen hat, ist sie eine der Überraschungen der Saison.„Sie singt die Lieder, als seien es ihre eigenen“, stellt Christian Broecking auf ZEIT Online fest, „das klingt richtig gut, weil sie erst gar nicht erst versucht, ihr Vorbild zu übertreffen“. Ihr lässiger Ansatz gefällt auf ganzer Linie: „Das Ergebnis ist faszinierend: China Moses gelingt es mit ihrer Powerstimme, Energie, Verve und Witz von Washingtons Songs rüberzubringen, ohne in platte Imitation zu verfallen. Sie entstaubt Klassiker... und steuert mit ’Dinah’s Blues’ und ’Gardenias For Dinah’ zwei Eigenkompositionen bei. Schön, dass China Moses und Raphael Lemonnier sich gefunden haben“, meldet Focus Online begeistert. „Ein großes Live-Studio-Album, das durch die heutige Technik umso lebendiger klingt und das, um das Wort zu strapazieren, ein würdiges „Tribut“ an die große Dinah Washington darstellt“, ist bei Jazzdimensions über „This One ´s For Dinah“ zu lesen.China Moses ist die Tochter des 1995 verstorbenen Film- und Fernsehregisseurs Gilbert Moses, eines erfolgreichen Film- und Fernsehregisseurs, der unter anderem für die TV-Serie „Roots“ verantwortlich zeichnete und auch den Kultfilm „Willy Dynamite“ gedreht hat, und der stimmgewaltigen Jazzdiva Dee Dee Bridgewater. Ihre ersten Schritte jedoch waren keineswegs vom Jazz bestimmt: „Ich bin vom Soul geprägt, ich liebe Rhythm ’n’ Blues", sagt China Moses.Ihren ersten Vertrag erhielt sie als Teenager; das Singen war ihr damals wichtiger als die Schule. Mittlerweile, drei Alben später, ist sie eher zufällig durch die Begegnung mit dem französischen Jazzpianisten Raphaël Lemonnier zum Jazz gekommen. „Ich hatte gar nicht vor, ein Jazz-Album zu machen", bestätigt China Moses. Zum Glück hat sie, denn mit „This One´s For Dinah“ beschenkt die knapp Dreißigjährige uns mit einem authentischen Jazzalbum und einer klaren Mission: „Ich bin angetreten, um den Rock’n’Roll-Aspekt wieder in den Jazz zurück zu bringen“.Denn eines möchte China Moses unbedingt vermeiden: auf eine Rolle als Jazzsängerin reduziert zu werden. In ihrer Wahlheimat Paris steht sie täglich für MTV News vor der Kamera, zudem hat sie R&B-, Soul- und Rock-Projekte. Sie verkörpert den Prototyp einer amerikanischen Entertainerin und hat schon mit einer Reihe von renommierten Künstlern wie Me'Shell NdegéOcello, Etienne de Crécy, Guru, Camille, Diam’s und DJ Mehdi zusammengearbeitet.Sowohl die Stimme als auch die Ausstrahlung als Jazz-Performerin hat sie von ihrer Mutter geerbt. Wenn sie auf „This One´s For Dinah“, das an drei Tagen live im Studio eingespielt wurde und nahezu ausschließlich aus ’First Takes’ besteht, den Blues singt, bringt sie ihn in Eigenkompositionen wie der Hommage „Dinah´s Blues“ ebenso zum Glühen wie in ihren Interpretationen von „Mad About The Boy“, „Fat Daddy“, „Evil Gal Blues“ oder „What A Difference A Day Makes“.Die Arrangements der Stücke rücken ihre Stimme, die sie enorm kraftvoll und dennoch mit präziser Sensitivität einsetzt, in den Mittelpunkt der Songs. Schon vor der Veröffentlichung des Albums war das Medieninteresse enorm. Neben CD-Besprechungen und Portraits in hochkarätigen Magazinen wie Jazz thing und Kulturnews war sie mit einem dreiseitigen Feature in der Jazzthetik und auf zweiseitigen Storys im JAZZ PODIUM und in der Jazzzeit zu bewundern.In Frankreich hat sie soeben eine Tour mit Raul Midón absolviert und gilt dort bereits als feste Größe in der Jazz-Szene. Mit ihrem Auftritt bei den BW-Bank jazzopen stuttgart wird sie durch ihre ausdrucksstarke Performance, ihr Temperament und ihre enormen Stimme erstmals auch ein deutschsprachiges Publikum überzeugen. „Die Musik von China Moses klingt so traditionell, dass man fast meinen könnte, sie sei in einem Jazz-Club der 50er- oder 60er-Jahre aufgenommen worden“, schwärmte Sarah Seidel in hr2-kultur. Und das Süddeutsche Zeitung Magazin bringt die Faszination der Musik von China Moses so auf den Punkt: „Jede einzelne Silbe klingt sexy“.Besetzung:China Moses - voiceRaphael Lemonnier - pianoPatricia Lebeugle - upright bassFrançois Laudet - drumsFrançois Biensan - trompetAls Pianist steht Tobias Becker einer Band vor, die eine kompakte Version seiner Bigband ist. Mit beiden Formationen gibt er regelmäßig Konzerte und wird von namhaften Auftraggebern wie Bosch, VW, HP und der Landesregierung Baden-Württemberg gebucht. Im Dezember 2008 hat er das Debütalbum seiner Bigband produziert.Tobias Becker studiert seit 2005 Schulmusik und seit 2008 Jazz- und Popularmusik an der MH Stuttgart. Als Pianist ist er Mitglied der LatinGrooveConection und wird von Ensembles wie dem Polizeimusikkorps Baden-Württemberg und der Lumberjackbigband gebucht. Von 2006 bis 2008 war er Mitglied im Landesjazzorchester Baden-Württemberg, seit 2008 ist er als Tournee-Pianist für Frl. Wommy Wonder tätig. Als Arrangeur schreibt er für Ensembles und Künstler wie das Max Mutzke, das Landesjazzorchester Baden-Württemberg, die Bigband der MH Stuttgart, die Lumberjack Bigband und Frl. Wommy Wonder.Bei den BW-Bank jazzopen tritt die Tobias Becker Band in einer Besetzung auf, die im vergangenen Herbst eine dreiwöchige China-Tournee absolviert hat: Johannes Ludwig (as/ss/fl) war langjähriges Mitglied im Landesjazzorchester Baden-Württemberg und ist jetzt Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters. Er studiert Saxophon in Nürnberg.Kati Brien (as/ss) ist Mitglied des Landesjazzorchester Baden-Württemberg, sie studiert Saxophon bei Prof. Peter Weniger in Berlin.Alexander Bühl (ts/ss/fl) war ebenfalls langjähriges Mitglied im Landesjazzorchester Baden-Württemberg und im Bundesjugendjazzorchester. Er ist einer der meistgefragten Nachwuchstenoristen und spielte unter anderem im Sunday Night Orchestra. Er studiert Saxophon in Nürnberg. Christian Mück (tp) war von 2006 bis 2008 Mitglied des Landesjazzorchesters Baden-Württemberg und ist seit 2008 Leadtrompeter im Bundesjugendjazzorchester. Er studiert Jazz-Trompete an der MH Mannheim.Carl Machado (tp) war Mitglied im Landesjazzorchester Sachsen und ist derzeit im Landesjazzorchester Hamburg tätig. Außerdem war er 2006 und im 2008 Finalist des ’Yamaha-Trumpet-Contest’. Johannes Maikranz (git) war von 2006 bis 2008 Mitglied des Landesjazzorchesters Baden-Württemberg. Er studiert Jazz-Gitarre an der MH in Basel.Theo Balbig (b) spielt in verschiedenen Bands im Raum Stuttgart und studiert seit 2008 E- und Kontrabass in Amsterdam. Jonathan Günak (dr) ist einer der versiertesten Nachwuchs-Drummer und Stipendiat am Berklee-College of Music in Boston, wo er Schlagzeug studiert.Besetzung:voc: verena nübelas: johannes ludwig u. kati brients: alexander bühltrp.: christian mück u. carl machadogit.: johannes maikranzpno: tobias beckerb: theo balbigdr: jonathan günak
THE MANHATTAN TRANSFERSa. 18. Jul. 2009 – Stuttgart - Open-Air-Bühne am Mercedes-Benz MuseumBeginn 20:30 Uhr Einziges Deutschlandkonzert 2009!Präsentiert von: SWR1 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Das in New York gegründete, mittlerweile in Kalifornien ansässige A-Cappella-Quartett steht nach mehr als 35 Jahren Bühnen- und Studioarbeit noch immer an der Spitze des Vocal-Jazz. „Chanson d’Amour”, ihr Nr.-1-Hit in den englischen und französischen Charts von 1976, ist als Evergreen fest im kollektiven Hörgedächtnis verankert. 1981 schrieben The Manhattan Transfer Musikgeschichte, als sie sowohl mit einem ’Grammy’ für Pop als auch einem für Jazz ausgezeichnet wurden. 1985 erhielten sie für ihr Album „Vocalese“ rekordverdächtige zwölf ’Grammy’-Nominierungen, wovon sie auch zwei gewonnen haben.Außer auf den 1925 erschienenen, gleichnamigen Klassiker des modernen Romans von John Dos Passos, der die schnelllebige Großstadtatmosphäre New Yorks einfängt, geht der Name des Ensembles auch auf den zeitweiligen Nebenberuf von Gründungsmitglied Tim Hauser zurück: Zwei der künftigen Mitglieder der Gruppe, die mit millionenfach verkauften Alben, ’Grammys’ im Dutzend und ausverkauften Welttourneen eine der erfolgreichsten Formationen der Gegenwart werden sollte, lernte er als Fahrgäste (bzw. deren Freundeskreis) seines Taxis kennen – neben Laurel Massé, die 1978 aufgrund eines Autounfalls ausstieg und durch Cheryl Bentyne ersetzt wurde, ergab sich auch der Kontakt zu Janis Siegel durch eine Taxi-Bekanntschaft. Mit Alan Paul, der zum Original-Ensemble von „Grease“ gehörte, war das Quartett 1972 komplett.Die Anregungen für ihre Songs holen sie sich aus den unterschiedlichsten Bereichen der Jazz- und Popkultur. Rasch konnten sie sich einen guten Ruf in der Szene verschaffen: Ende 1974 waren sie die Live-Attraktion in New York, TV-Stationen wie Newsweek berichteten über ihre Shows. 1975 wurden The Manhattan Transfer vom legendären Label-Gründer Ahmet Ertegun für Atlantic Records verpflichtet und veröffentlichten ihr Debütalbum, das mit „Operator” ihren ersten Top-20-Hit in den USA enthielt.Nach einer Reihe von Gastauftritten bei TV-Shows und -Specials erhielten sie bei CBS eine eigene TV-Show, die im Sommer 1975 ausgestrahlt wurde und unter anderem den ersten amerikanischen TV-Auftritt von Bob Marley & The Wailers verantwortete. Ihre nächsten beiden Alben, „Coming Out” und „Pastiche”, waren mit einer ganzen Reihe von Top-10-Hits in Europa ebenfalls sehr erfolgreich, allen voran mit „Chanson d’Amour”.Das Album „Extensions“ enthielt mit einer Vocal-Version des Weather-Report-Klassikers „Birdland“ so etwas wie die künftige Erkennungsmelodie von The Manhattan Transfer – Janis Siegel wurde im Folgenden mit zwei ’Grammys’ für diese Produktion ausgezeichnet. 1981 erhielten sie die Auszeichnung erstmals als Formation – als erste Band jemals gleichzeitig in den Kategorien Pop und Jazz, für zwei unterschiedliche Songs aus ihrem Album „Mecca for Moderns“.Für „Route 66“, das 1982 auch im Burt Reynolds-Film „Sharkys machine“ verwendet wurde, aber erst 1984 auf der LP „Bop Doo-Wop“ erschien, sowie für „Why Not!" von 1983 folgten weitere Auszeichnungen. Ebenso wurden sie für ihr Bossa-Nova-Album „Brasil“ von 1988 mit einem ’Grammy’ geehrt. Zum Ausklang der Dekade wurden sie sowohl im Down Beat als auch im Playboy zur besten ’vocal-group’ gewählt.In den 90er Jahren veröffentlichten The Manhattan Transfer weitere Alben mit neuen Originals, etwa „The Offbeat Of Avenues“ (1991), für die Single „Sassy“ ebenfalls mit dem ’Grammy’ ausgezeichnet, ein Weihnachtsalbum, das noch heute ein jährlicher Shopping-Favorit ist, Musik für Kinder („The Manhattan Transfer Meets Tubby The Tuba“, 1995) und nahmen für „Tonin’“ (1994) Popmusik der 50er und 60er Jahre sowie 1997 ein Album mit Swing-Standards auf. In dieser Zeit arbeiteten sie auch mit Weltstars wie Tony Bennett, Bette Midler, Smokey Robinson, Laura Nyro, Phil Collins, B.B. King, Chaka Khan, James Taylor und Frankie Valli zusammen.Mit „The Spirit Of St. Louis“ erschien 2000 ein Tribute-Album, das der Musik von Louis Armstrong gewidmet ist; mit „Couldn’t Be Hotter“ 2003 ein Live-Album, das „endlich die Magie ihrer Live-Performance auf Platte gebannt hat“ (allmusic.com). 2004 erschien „Vibrate”, im kommenden Jahr ein weiteres Weihnachtsalbum („An Acapella Christmas”), sowie 2006 mit „The Symphony Sessions“ orchestral arrangierte Neuaufnahmen ihrer größten Hits.Die 2006 veröffentlichte Compilation „The Definitive Pop Collection“ ist nicht nur eine Retrospektive, die auf zwei CDs Gelegenheit bietet, auf eines der umfangreichsten Gesamtwerke der amerikanischen Musikgeschichte zurückzublicken, sondern auch das Versprechen auf eine lebendige Zukunft dieser Institution, die nach wie vor hungrig, ruhelos, abenteuerlustig, kurzum: kein bisschen saturiert wirkt und, wie der Philadelphia Inquirer so schön formuliert hat, „immer noch gefährlich klingen kann.“ Derzeit ist der Auftritt von The Manhattan Transfer bei den BW-Bank jazzopen stuttgart der Tourauftakt ihrer Europatournee und ihr einziges Deutschlandkonzert 2009.Besetzung:Janis Siegel - VocalsTim Hauser - VocalsAlan Paul - VocalsCheryl Bentyne - VocalsYaron Gershovsky - Piano / MDSteve Hass - DrumsGary Wicks - BassAdam Hawley - Guitar
PASADENA ROOF ORCHESTRA - LOUISIANA FUNKY BUTTSSo. 19. Jul. 2009 – Stuttgart - Open-Air-Bühne am Mercedes-Benz MuseumBeginn 10:30 Uhr Jazz-BrunchPräsentiert von: SWR1 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Seit nunmehr 40 Jahren begeistert das in England beheimatete Pasadena Roof Orchestra mit Swing und Tanzmusik der 1920er bis 40er Jahre sein Publikum auf der ganzen Welt. Der Ruf des Orchesters ist wohl inzwischen ebenso legendär wie der seiner Vorbilder. Seit 1974 sind 40 Tonträger mit über 300 Titeln erschienen.Künstlerischer Leiter ist der Sänger, Theater- und Musicalexperte Duncan Galloway, der über zehn Jahre im Orchester ist. Das Repertoire umfasst derzeit über 200 Titel aus der Jazz-, frühen Swing- und Tanzmusik der Ära. Vom hervorragenden Sound des Orchesters zeigte sich auch Robbie Williams überzeugt: 2005 war das Pasadena Roof Orchestra Begleitorchester des Sängers auf der Gala des Starproduzenten Guy Chambers. Bryan Ferry nahm für seine Tournee „As Time Goes By“ im Jahr 2000 fünf Musiker aus dem Pasadena Roof Orchestra mit.Der Daily Telegraph berichtete im Hinblick auf den Musikgeschmack der Royals, auch Ihre Königliche Hoheit die Queen sei „nicht unerfreut, wenn sie an ihrem Fenster einige Pasadena Roof Orchestra Melodien vorbeiziehen höre.” Darüber hinaus ist das Orchester ein gefragter Lieferant von Filmmusiken und für Soundtracks internationaler Kinoerfolge wie „Comedian Harmonists”, „Sahara” und „Just a Gigolo” verantwortlich.Besetzung:Duncan Galloway, singer & LeaderDave Ford, trumpetMalcolm Baxter, trumpetSteve Shaw, tromboneOliver Wilby, sax & clarinetRobert Fowler, sax & clarinetJames Hastings, sax & clarinetSimon Townley, pianoGraham Roberts, banjo & guitarDave Berry, bass & sousaphoneJohn Watson, drumsDie Louisiana Funky Butts Brass Band, sechs Bläser und 2 Drummer, spielen sich wild wildernd durch alle Genregrenzen. Das aktuelle Album „Branded“ swingt, rockt, und funkt zwischen allen Stilen. Spielend gelingt LFB ein fliegender Wechsel zwischen Afrobeats, Latin Grooves, French Pop, Südstaaten-Rock, Cajun, Clubsounds und traditionellem Jazz. Mit Witz, Biss und Botschaft singen und rappen sie polyglott von Machismo und Konsumpsychoterror, Liebesleid, Dummheit und Politics. Musik pur, ohne Strukturverbesserer und Geschmacksverstärker, weit gereist und live gereift von Stuttgart bis Berlin, von Zürich bis Pedrosavodsk.
OLIVIA TRUMMER QUARTETT FEAT. BODEK JANKE & MATTHIAS SCHRIEFL - HOROMo. 20. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Olivia Trummer ist eine junge Stuttgarter Pianistin, die sich nicht nur in der Welt des Jazz zu Hause fühlt. Aus einer Musikerfamilie stammend, wurde sie von früher Kindheit an in klassischem Klavier und in Gesang ausgebildet. Ihre Begabung manifestierte sich später in einem Doppelstudium (Klassisches und Jazz-Klavier) an der Musikhochschule Stuttgart. Mittlerweile lebt sie in New York City, wo sie an der Manhattan School of Music ein „Master of Music“-Studium absolviert.Ihre tiefe Verbundenheit zu jeglicher Art von Musik drückt sich in ihrem neuen Quartett aus, das seine Premiere bei den BW-Bank jazzopen 2009 erleben wird. Schon bei der Veröffentlichung ihrer ersten CD „Nach Norden“ überraschte sie mit einer eigenen, dichten Klangsprache, wundervollen Kompositionen und künstlerischer Reife. Mit dem zweiten Album „Westwind“ (erschienen 2008 bei Neuklang) sprengte sie alle hohen Erwartungen und wurde unter anderem mit dem ’Preis der Deutschen Schallplattenkritik’ ausgezeichnet.Auf dieser Platte erscheinen zum ersten Mal auch der polnische Schlagzeuger Bodek Janke und der Kölner Trompeter Matthias Schriefl als Mitmusiker. Besonders die Zusammenarbeit mit Janke vertiefte sich enorm – es folgten zahlreiche Auftritte in Duo-Besetzung. Hierbei erweiterte sich das Instrumentarium beider Musiker: Gesang und Tabla sind nun ebenfalls fester Bestandteil ihres Klangfarbenspektrums. Der in New York lebende Schlagzeuger und Perkussionist Janke setzt hierbei weltmusikalische Akzente. Seit vergangenem Jahr sorgt er in der Presse sowohl durch seine Auszeichnung mit dem ’Landesjazzpreis Baden-Württemberg’ als auch durch die Veröffentlichung seines ersten eigenen Albums “global.dance.kulture” für Furore – wer beim Auftritt seiner gleichnamigen Band beim BW-Bank jazzopen stuttgart 2008 dabei war, weiß warum.Matthias Schriefl ist mittlerweile ein international angesehener Ausnahmemusiker, der mit seiner Originalität und Virtuosität jedes Publikum mitreißt. Gestützt wird die Band durch den Bassisten Antonio Miguel, der schon viele Jahre als international gefragter Studio- und Livemusiker tätig ist und unter anderem auf eine langjährige Zusammenarbeit mit Bodek Janke zurückblicken kann. Den ersten Auftritt dieser neuen Formation sollte man sich unter keinen Umständen entgehen lassen.Besetzung:Olivia Trummer (Piano, Vocals)Bodek Janke (Schlagzeug, Percussion, Tablas)Antonio Miguel (Kontrabass)Matthias Schriefl (Trompete, Flügelhorn)Im Repertoire von horo trifft Folklore auf Jazz und Klassik. Das Ensemble verarbeitet in ausgefeilten Arrangements die ungewöhnliche Rhythmik und die packenden Melodien osteuropäischer und arabischer Volkstänze mit moderner Jazz- und Popharmonik. Diese spannende Mischung bildet die Basis für Improvisationen, die jedem Stück einen individuellen Charakter verleihen. Durch Eigenkompositionen, die den speziellen stilistischen Hintergrund einbeziehen, wird das Repertoire zunehmend erweitert.Im Jahr 2005 initiierte der Stuttgarter Bassist Henrik Mumm das musikalische Crossover-Projekt „Jazz meets Classic“, aus dem sich schließlich das mittlerweile perfekt eingespielte Ensemble horo formierte. Das Besondere an dieser Oktett-Formation ist das Zusammentreffen einer versierten Jazzband mit einem klassischen Streichquartett. horo konnte sich 2006 erstmals innerhalb der Stuttgarter Konzertreihe „Ohren auf gen Osten“ präsentieren.Weitere Highlights waren ein Konzert beim Kultursommer Germersheim sowie die Veröffentlichung der CD „Chuperlika must die“ beim Stuttgarter Label dml-records. Im April 2007 fand die offizielle CD-Release-Party in den Stuttgarter Wagenhallen statt. horo konzertiert seitdem erfolgreich im gesamten süddeutschen Raum und unternahm im September 2007 eine Konzertreise nach Israel, Palästina und Jordanien, die vom Goethe-Institut und vom Land Baden-Württemberg unterstützt wurde. Dort spielte horo unter anderem vor der atemberaubenden Kulisse des Jerusalemer Ölbergs. Journalistin Annette Bassler, welche die Tournee begleitete, produzierte darüber eine Reportage, die im SWR und im Deutschlandfunk gesendet wurde.Besetzung:Sopransaxophon: Aki FriedrichKlavier: Miriam WeissBass: Sebastian SchusterSchlagzeug: Armin Rukwid1. Geige: Micha Speth2. Geige: Meike Lu SchneiderViola: Lorenz UngerCello: Heiko Nonaka
JAZZOPEN PLAYGROUND BW: SARAH KAISER BANDMo. 20. Jul. 2009 – Stuttgart - Messe Stuttgart (Flughafen) - AtriumBeginn 18:00 Uhr jazzopen playground BW: Eintritt frei!Präsentiert von: SWR1 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Die Berliner Sängerin Sarah Kaiser hat die Musik in gewisser Weise bereits in die Wiege gelegt bekommen – in eine musikalische Familie geboren, begann sie früh, ihre Stimme auf verschiedenste Weise auszuprobieren. Später studierte sie Jazzgesang und Gesangspädagogik in London, den USA und Berlin (Musikhochschule ’Hanns Eisler’). Sie war unter anderem Mitglied im renommierten Londoner Community Gospel Choir. Sarah Kaiser ist eine vielseitige Musikerin: Sängerin in ihrer eigenen Band, Mitglied im Jazzvokalensemble Berlin Voices, Gastvokalistin bei diversen Studioproduktionen, Gesangslehrerin und Workshop-Coach. Sie ist bekannt durch Auftritte in Rundfunk und Fernsehen und bekam 2003 den Preis als ’Beste Künstlerin des Jahres’ der Promikon-Messe verliehen. 2003 veröffentlichte sie in enger Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Pianisten und musikalischem Counterpart Samuel Jersak ihr Debüt-Album „Gast auf Erden – Paul Gerhardt neu entdeckt“, das für große Aufmerksamkeit sorgte. 13 Lieder des bekannten Kirchenlieddichters Paul Gerhardt neu arrangiert – zwischen Jazz, Soul und Pop, authentisch und leidenschaftlich interpretiert. Ein musikalisches Wunder auch ihre zweite CD „Miracles“ – mit Songs aus eigener Feder und Klassikern der Jazz- und Popmusik: Einfühlsame, groovige, verspielte Musik zwischen Jazz, Soul und Funk, Lieder über Wünsche, Hoffnungen, Vertrauen und Liebe. Januar 2007 erschien das dritte Album „Geistesgegenwart“. Seit 2004 tourt sie mit der Sarah Kaiser Band – durch Deutschland, Europa, selbst bis nach Saudi Arabien führten sie ihre Tourpläne.
SONNY ROLLINSDi. 21. Jul. 2009 – Stuttgart - Messe Stuttgart (Flughafen) - Halle H1 (L-Bank FBeginn 19:30 Uhr Einziges Deutschlandkonzert 2009!Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
„Sonny Rollins hat, wie viele große Künstler, eine Galaxie geschaffen, in der er mittlerweile als einziger Bewohner seine Kreise zieht“, war in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kürzlich zu lesen. Die Großen seiner Zeit hat er mittlerweile nahezu alle überlebt – Monk, Miles, Coltrane. Nach sechs Jahrzehnten Musikkarriere ist der Hardbop-Meister der letzte musikalische Gigant der frühen Jazz-Ära. Er sei „fast so gut wie Bird“, hat Miles Davis bereits seinerzeit über den Tenorsaxophonisten gesagt, mit dem er in den frühen Tagen von dessen Karriere oft zu hören war und seit 1951 auch zu gemeinsamen Aufnahmen im Studio stand.1954 erschienen auf dem Davis-Album „Bag’s Groove“ drei Rollins-Kompositionen, die zu Jazzstandards werden sollten: „Airegin“, „Doxy“ und „Oleo“. Außerdem entstanden in dieser Zeit zahlreiche Aufnahmen mit dem Pianisten Thelonious Monk, der ihn stark beeinflusste.Der 1930 geborene und in Harlem aufgewachsene Sohn karibischer Einwanderer begann als Pianist und wechselte nach kurzer Zeit über das Alt- zum Tenorsaxophon. Wie viele Jazz-Musiker in den 1950er Jahren war Sonny Rollins drogenabhängig. Nach einem Entzug trat er 1955 die Nachfolge von Harold Land im Quintett von Clifford Brown und Max Roach an. Nach Clifford Browns Tod 1956 und einem kurzen Gastspiel im Miles Davis Quintett trat er im Folgenden meist unter eigenem Namen auf, häufig im Trio ohne Klavier.1956 erschien mit „Saxophone Colossus“ eine seiner bedeutendsten Aufnahmen, auf der mit dem Calypso „St. Thomas“ eine Rollins-Komposition enthalten war, die zu einem Evergreen des Jazz wurde. Zwischen 1959 und 1961 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück; legendär aus dieser Zeit sind seine Sessions auf der Williamsburg Bridge, die Manhattan mit Brooklyn verbindet – alleine im Wind, gelegentlich auch zusammen mit Steve Lacy.In Anspielung darauf trägt sein erstes Album nach dieser Auszeit den Titel „The Bridge“, erschienen 1962 auf Bluebird/RCA. Bis 1966 arbeitet er viel mit Jim Hall, Don Cherry und Paul Bley zusammen. 1966 erscheint sein Album „Alfie“ auf dem seinerzeit führenden Jazz-Label Impulse!. Das Titelstück ist elementarer Bestandteil des Soundtracks des gleichnamigen Films von Lewis Gilbert, der Michael Caine zum Durchbruch verhilft.In den 1970er wie auch in den 1980er Jahren war er regelmäßig mit seinem eigenem Quintett und mit den Milestone All Stars, zu denen auch McCoy Tyner, der ebenfalls bei den BW-Bank jazzopen 2009 in Stuttgart zu Gast ist, sowie Ron Carter und Al Foster gehörten, auf Tour, verschiedentlich auch in Europa. 2004 wurde Sonny Rollins mit einem Grammy Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.Sein aktuelles Album „Roadshows Volume 1", erschienen im Herbst 2008 auf Emarcy, vereinigt bislang unveröffentlichte Live-Aufnahmen von 1980 bis 2007, also aus annähernd drei Jahrzehnten, und dokumentiert hervorragend die Konstanz in der Qualität seiner Live-Konzerte. Anlässlich seiner Deutschland-Tour im Winter 2008 notierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung zur Bedeutung von Sonny Rollins: „Und einen solchen Ton hat nur er zustande gebracht, wobei nicht einmal so sehr das schiere Volumen fasziniert; vielmehr die rhythmische Attacke, die scharfen Kanten seiner Phrasierung. Rollins könnte eine Tonleiter spielen, und man würde ihn am Ansatz erkennen, an diesem Akzent, den er jedem Ton mitgibt.“ Und weiter: „Sicherlich war Coltrane danach einflussreicher als Rollins. Aber bisweilen hat Coltrane Tenorsaxophon gespielt wie ein Altsaxophon, und nicht ohne Grund ist er oft auf das Sopransaxophon ausgewichen. Rollins dagegen ist der Tenorsaxophonist par excellence. Die hohen Lagen interessieren ihn überhaupt nicht, im virilen Brustton der Überzeugung formuliert er seine Motive vor allem in der mittleren und tiefen Lage. Er spielt keine Melodien, sondern abgerissene Fetzen, ausgefranste Intervalle, die er fast willkürlich aneinanderreiht.“Heute ist Sonny Rollins neben John Coltrane, mit dem er übrigens ebenfalls ein Album aufgenommen hat, unbestritten einer der einflussreichsten Jazz-Saxophonisten aller Zeiten. Doch trotz seiner immensen Erfolge und Errungenschaften sieht er sich noch immer als Suchender, der täglich mehrere Stunden mit seinem Instrument verbringt. Sonny Rollins, der ’Saxophone Colossus’, verfügt nicht nur über eine Körpergröße von nahezu zwei Metern, sondern ist tatsächlich eines der wenigen Jazz-Weltwunder, das noch live erlebt werden kann. Sein Auftritt bei den BW-Bank jazzopen ist das einzige Deutschlandkonzert in diesem Jahr.Besetzung:Sonny Rollins - Tenor SaxophoneClifton Anderson – TrombomeBobby Broom – GuitarBob Cranshaw – BassKobie Watkins – DrumsVictor Y. See Yuen – Percussion
DIE JAPANISCHE NACHT: SOIL & "PIMP" SESSIONS - [RE:JAZZ]Di. 21. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr die japanische Nacht!Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Soil & "Pimp" Sessions sind die wahrscheinlich explosivste Jazzband aus Japan. Die sechs Musiker Shacho („Agitator“), Tabu Zombie (Trompete), Motoharu (Saxofon), Josei (Piano), Akita Goldman (Bass) und Midorin (Schlagzeug) sind zusammen unschlagbare Garanten für pulsierende, vor Energie nur so strotzende Live-Shows.Bei Soil & "Pimp" Sessions vereinen sich höchstes musikalisches Können mit den abgefahrensten Sounds und lässiger Performance. Ihre ganz eigene Marke des Jazz hat Ecken und Kanten, ist wunderbar unerwachsen und hält die Stimmung im Publikum ständig am Siedepunkt. Nach ihrer Gründung 2003 verstand sich die Band, die sich bei einem Event in Tokio kennen lernte, schnell als die Pioniere des Jazz. Die japanische Clubwelt, die bis dahin eher von DJs dominiert war, stellten Soil & „Pimp“ Sessions völlig auf den Kopf.Provokant ist auch vielleicht die selbst gewählte Bezeichnung ihrer Musik als ’Death Jazz’, als progressive Form des Alternative Jazz: „Es kam uns immer so vor, als gäbe es ein ungeschriebenes Gesetz im Jazz, welches besagt, dass die Künstler auf der Bühne sich ganz auf ihre technische Perfektion konzentrieren und das Publikum lediglich dazu da ist, ihr Können zu bewundern. Ähnlich wie bei einem Sender-Empfänger-Verhältnis. Wir wollten davon weg und neuen, aufregenden Jazz kreieren mit viel mehr Interaktion zwischen Künstler und Publikum."Eine der Schlüsselrollen bei der Durchführung dieses musikalischen Konzepts fällt Shacho zu, der als ’Agitator’ eine doch recht ungewöhnliche, neue Position innerhalb einer Jazzband besetzt. Es dauerte nicht lange und Soil & „Pimp“ Sessions gehörte zu den begehrtesten Newcomer-Bands Japans.Der internationale Durchbruch gelang ihnen 2005 dank des DJ-Masterminds Gilles Peterson, der sie in seiner Radio1-Sendung „WorldWide“ präsentierte und anschließend zu den angesagten Musikfestivals Europas wie Montreux oder North Sea Jazz vermittelte. Im Rahmen der ’BBC World Wide’-Awards wurden sie mit dem begehrten ’John Peel Play More Jazz Award’ ausgezeichnet. Anlässlich der BW-Bank jazzopen gastieren Soil & „Pimp“ Sessions erstmals in Stuttgart.Besetzung:Shacho: AgitatorTabu Zombie: TrompeteMotoharu: SaxophonMidorin: SchlagzeugJosei: Piano, KeyboardsAkita Goldman: BassBeim Opening Act dieses japanisch angehauchten Abends im BIX Jazzclub kommt es zu einer weiteren Stuttgart-Premiere: erstmals gastiert die Nu-Jazz-Formation [re:jazz] in der Landeshauptstadt. Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Veröffentlichung, des im Herbst 2008 auf INFRACom! erschienenen Albums „Nipponized“ steht Japan. Zusammen mit dem Live-CD/DVD-Album „Live at the Motion Blue Yokohama“, das auf ihrer Japan-Tour im Frühjahr 2007 entstanden und im Frühsommer 2008 erschienen ist, bildet „Nipponized“, das neben eigenen Stücken Bearbeitungen von japanischen Künstlern wie Ryuichi Sakamoto, Kyoto Jazz Massive, DJ Krush, Pizzicato 5, Jazztronik, Towa Tei, Logic System und Mondo Grosso beinhaltet, ein musikalisches Themen-Duett über das Land der aufgehenden Sonne in bester [re:jazz] Tradition.Neben den Bearbeitungen japanischer Clubklassiker aller Genres finden sich auf dem neuen Album mit „Threesome", „You´ll see" und „Emperor" auch wieder drei Eigenkompositionen von [re:jazz]-Leaders Matthias Vogt. Eine große Ehre und Freude für [re:jazz] ist es auch, dass sie die bekannte japanische Jazzsängerin akiko für die Aufnahmen gewinnen konnten. akiko veröffentlicht seit 2001 auf Verve Japan (Universal), als erste japanische Sängerin hat sie dort bisher mehr als sechs Studioalben veröffnetlicht. Yasuharu Konishi von Pizzicato 5, der mit akiko eng zusammenarbeitet, war so begeistert von der Idee einer [re:jazz]-Version dass er höchstpersönlich ins Studio kam, um das Vokalarrangement mit akiko zu übernehmen.Seit ihrem Debüt Album „[re:jazz]" zum 10-jährigen Jubiläum von INFRACom! aus dem Jahr 2002 haben [re:jazz] sich mit über 60.000 verkauften Tonträgern und mehr als 80 Compilationbeiträgen eine exzellente Reputation als einer der international erfolgreichsten Jazz-Formationen aus Deutschland erworben. Auf den vergangenen Alben arbeiteten sie mit Gästen wie Viktoria Tolstoy, Nils Petter Molvaer, Till Brönner, Erik Truffaz, Lisa Bassenge, Joy Denelane, Ultra Naté, Lisa Bassenge, Nils Wogram, Thomas Siffling, Axel Schlosser und Christoph Auperle zusammen.Die Art und Weise wie [re:jazz] fremde Kompositionen bearbeiten, erfreut sich auch bei anderen Künstlern, wie beispielsweise 4 Hero oder auch Stephan Remmler großer Beliebtheit. Selbst wurden Ihren Remixe und Bearbeitungen von hochkarätigen Elektronik-Produzenten wie Bugge Wesseltoft, Nicola Conte, Swell Session, Akufen, Dublex Inc. und Christian Prommer’s Drumlesson zuteil.Ihr zweites Album „Point of View“, 2004 veröffentlicht, wurde von der Kritik gefeiert und mit einer erfolgreichen Clubtour sowie Einladungen zu bekannten Festivals wie Traumzeit, City Jazz Nights, Leverkusener Jazztage, Balaton Sound Festival oder auch dem Jazzfest Vienna belohnt. Ihr drittes Studioalbum „Expansion“, erschienen 2006, zeigte eine neue Seite der Band. Neben den Cover-Versionen bekannter Elektronik-Tracks enthielt das Album erstmals eigene Stücke, die deutlich machten, dass [re:jazz] keine klassische Coverband ist, sondern einen eigenen Stil entwickelt hat, der sich auch in den Eigenkompositionen ausdrückt und harmonisch in das Gesamtwerk einfügt.Besetzung:Inga Lühning – voc Oliver Leicht – saxJan Stürmer – gitMatthias Vogt – pHeiko Himmighoffen – percAndreas Manns – bVolker Schmidt – dr
BW-BANK JAZZOPEN STUTTGART 2009JAZZ-PREISTRÄGER AXEL KÜHN UND SEIN KÜHNTETT - FFT (BY ZBIKBEAT)Mi. 22. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Seit Gründung der Band Kühntett im Jahr 2005 arbeitet die Formation um den Tübinger Bassisten und diesjährigen Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg Axel Kühn stetig an der Weiterentwicklung ihres Stils. Das erste Album „The Contemporary Jazzmovement“ erregte bereits großes Aufsehen.Mit dem brandneuen zweiten Album „Image of my soul“ präsentiert sie einen unverwechselbar eigenen Sound, der seitens der Presse, beispielsweise im Jazz thing und im JAZZ PODIUM, sehr positiv aufgenommen wurde. Eingängige Melodien verschmelzen mit komplexen Harmonien und unkonventionellen Grooves zu einer Einheit, die den Zuhörer fesselt und immer wieder aufs Neue überrascht.Die Stammbesetzung des Kühntetts, bestehend aus Axel Kühn (Bass), Alexander Kuhn (Saxophon), Christoph Heckeler (Klavier) und Marcel Gustke (Schlagzeug), ist durch ihre langjährige Zusammenarbeit perfekt aufeinander eingespielt. Als Gastmusiker treten Andi Maile, der Tenorsaxophonist der SWR Big Band und der brasilianische Gitarrist und Sänger Fabiano Pereira in Erscheinung.Der Erfolg der Band spricht für sich. In der Jazzszene anerkannte Wettbewerbe wie beispielsweise den ’Internationalen Biberacher Jazzpreis 2006’ sowie den internationalen Jazznachwuchswettbewerb Straubing 2007 konnten sie jeweils bereits mit dem zweiten Platz für sich entscheiden. Im März 2009 wurde das Kühntett außerdem zum Sieger des ’1. Europäischer Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis 2009’ gekürt. Wer auf energiegeladenen Contemporary Jazz steht, der ist beim Kühntett genau richtig.Besetzung:Saxophon - Andi MaileSaxophon - Alexander Kuhn Gitarre – Fabiano PereiraKlavier - Christoph HeckelerBass – Axel KühnSchlagzeug - Marcel GustkeZbikbeat alias Andreas Zbik siedelt seine Musik stilistisch im NuJazz an, in dem vor allem rhythmische Elemente der aktuellen elektronischen Tanzmusik (House, Drum´n´Bass, Mininal-Techno) eine tragende Rolle spielen. Anlässlich der BW-Bank jazzopen stellt der Stuttgarter Produzent, DJ und Drummer sein aktuelles Elektro-NuJazz-Projekt vor. FFT, kurz für: Free Form Tracking, ist sowohl Bandname als auch Konzept: „Free“ steht für Improvisation, „Form“ für jazzige Arrangements und „Tracking“ stellt den Bezug zur elektronischen Tanzmusik her.Seit der Jahrtausendwende wird die Fusion von Jazz und elektronischer Clubmusik auch als NuJazz bezeichnet. FFT(by ZBIKBEAT) präsentieren ihre eigene Idee von NuJazz und mixen elektronische Beats mit live gespielten Grooves, kombinieren synthetische Sounds mit analogen Instrumenten und fusionieren Jazz mit der sequenziellen Ästhetik des Techno.Gepaart mit der Improvisation des Jazz eröffnet diese Fusion der Stile eine weite Klangwelt, die sich sowohl durch die solistischen Einlagen der Mitspieler als auch durch die elektronische Spielweise der Band ergibt. Mit dem aktuellen Zbikbeat-Album „GTunes“ im Rücken und einer international besetzten Liveband präsentieren FFT(by Zbikbeat) brandaktuellen Elektro-Nujazz und mit Isabel Meisel als Special-Guest eine großartige Sängerin.Besetzung:Carsten Netz // Saxophon, ElektronikJean Pierre Barraqué // Keyboards, ElektronikMichael Deak // E-BassAndreas Zbik alias Zbikbeat // Drums, SequencerSpecial-Guest: Isabel Meisel // Gesang
STUDNITZKY TRIO + SPECIAL-GUEST - ALVIN MILLS PROJECTDo. 23. Jul. 2009 – Stuttgart - BIX JazzclubBeginn 20:30 Uhr Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Was macht das Trompeten- und Klavierspiel von Sebastian Studnitzky so besonders, dass er von Nils Landgren, Jazzanova, Mezzoforte, Rebekka Bakken und vielen anderen seit Jahren als Begleiter auf Touren und Festivals in aller Welt begehrt ist? Im vergangenen Jahr hat sich der Multiinstrumentalist endlich die Ruhe genommen, um seine eigene Musik zu formulieren. Und ihm ist ein wunderbar eindringliches Album gelungen, das den schlichten Titel „TRIO" trägt und seine besonderen Fähigkeiten auf den Punkt bringt.Die Jazzkritiker und Feuilletons sind begeistert: „Sebastian Studnitzky ist ein Klangästhet (...) Man wünschte sich mehr von dieser vollkommen unaufgeregten Kammermusik“, befindet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Die klaren Melodienlinien und einfachen, bzw. einfach klingenden Song-Strukturen bleiben hartnäckig im Gehörgang hängen, die Sounds der luftigen Trompete oder die geschmackvollen Klavier-Voicings klingen noch lange nach", charakterisierte die Jazzthetik den Bandsound.Die lustvoll kreative Suche nach organischen Klangfarben und -mustern hat sein Spiel geprägt. Es geht ihm mehr um Reduktion beziehungsweise um die Bildung aussagekräftiger Destillate als darum, so viele Noten wie möglich in ein Solo zu pressen. „Ich stehe darauf", so Sebastian Studnitzky, „wenn alles etwas schlichter daherkommt. Ich möchte lieber die Musik und die Musiker sprechen lassen und auf das plakativ Spektakuläre verzichten."Hier wird das Beste von Jazz und Pop miteinander verbunden – riskante organische Soli und aktuelle luftige Grooves, songdienliche Kreativität und hookige Abstraktionen. Für seinen Auftritt bei den BW-Bank jazzopen stuttgart verstärkt sich das Studnitzky Trio um einen Special-Guest, der noch nicht verraten wird.Besetzung:Sebastian Studnitzky: Trompete / Klavier / SynthPaul Kleber: KontrabassSebastian Merk: SchlagzeugSpecial-Guest: N.N.Das Alvin Mills Project ist eine noch junge Band, die sich aus alten Freunden und musikalischen Wegbegleitern zusammengefunden hat, um sich den Kompositionen von Alvin Mills zu widmen. Anfang 2007 fragte Drummer Obi Jenne Alvin Mills, ob er seine eigenen Kompositionen, die er seit teilweise fast 10 Jahren geschrieben und nie öffentlich gespielt hat, endlich auf der Bühne live umsetzen möchte.Mills war Feuer und Flamme und beim ausverkauften Premieren-Gig im frisch eröffneten BIX Jazzclub war die Band geboren. Seither sind Alvin Mills Project live zu erleben, wie beispielsweise bei einem grandiosen Abend mit Maceo Parker und der WDR-Big-Band. Mills farbenreiche, soulige Kompositionen bestechen durch messerscharfe Grooves, die den Zuhörern stets ein entspanntes Lächeln auf das Gesicht zaubern. Die Musik ist neben individuell ausgefeilten, harmonischen und melodischen Mustern sehr rhythmisch angelegt. Jeder Song wird seinem Titel gerecht und führt durch verschiedene ’moods’.Die musikalische Aussage ergibt sich in erster Linie aus der Persönlichkeit und dem Werdegang von Mills: 1968 in Fort Knox geboren, kam er bereits 1991 endgültig nach Deutschland und zählt seit vielen Jahren zur Spitze der R&B-, Souljazz-, Fusion- und Funkszene. Mills arbeitet gleichzeitig als Drummer und Bassist.Die Stimme von Matthias Anton am Saxophon ist 2009 mit dem zweiten Platz beim Landesjazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Rainer Scheithauer an den Keyboards ist neben seiner Produzententätigkeiten im eigenen Studio ein sehr gefragter Musiker im In- und Ausland. Obi Jenne ist als Schlagzeuger kongenialer Partner vieler großen Musikerpersönlichkeiten in der Jazzmusik und auch als Bandleader durch seine weit gefächerte Ausbildung und Interessen in verschiedensten Genres aktiv. Der Auftritt bei den BW-Bank jazzopen wird zur Record-Release-Party: an diesem Tag präsentiert das Alvin Mills Project erstmals sein erstes Album „Keep your head to the sky“: feel the funk!Besetzung:Matthias Anton - SaxophonesRainer Scheithauer - KeyboardsAlvin Mills - BassesMeinhard "Obi" Jenne - Drums
DIE LANGE JAZZNIGHT: SWR BIG BAND, HELEN SCHNEIDER, WOLFGANG DAUNER - MCCOY TYNER - CHRIS POTTERFr. 24. Jul. 2009 – Stuttgart - Messe Stuttgart (Flughafen) - Halle H1Beginn 19:30 Uhr die lange jazznight!Präsentiert von: SWR2 & Jazz thingLokaler Veranstalter: Opus GmbH
Erwin Lehn, der langjährige Leiter der Stuttgarter Rundfunk-Bigband, wird anlässlich seines 90. Geburtstag im Rahmen der BW-Bank jazzopen stuttgart 2009 mit einer nur für diesen Abend entwickelten ’langen jazznight’ geehrt.Im Zentrum der ’langen jazznight’ der BW-Bank jazzopen stuttgart 2009 wird daher die SWR Big Band stehen, das von Erwin Lehn 1954 als Südfunk-Tanzorchester gegründete Jazz-Orchester des Landessenders, mit dem es nun nach dem Konzert von Patti Austin bei den BW-Bank jazzopen 2008 und mit Torsten Goods bei den jazzopen nights stuttgart zu einer weiteren Zusammenarbeit kommt. Gleich mehrere Gaststars werden sich an diesen Abend in die lange Liste der Jazzsolisten, Gastspieler und Gast-Bandleader einreihen, die mit dieser Formation in den vergangenen fünf Jahrzehnten auf der Bühne und im Studio gestanden haben, darunter Chet Baker, Chick Corea, Albert Mangelsdorff, Toots Thielemans, Gloria Gaynor, Slide Hampton und Sammy Nestico. Zwischen 2002 und 2004 war die SWR Big Band zudem drei Mal hintereinander für den US-Grammy nominiert. Ihre stilistische Bandbreite vom Blues und Swing über den Bebop bis hin zum Modern Jazz wird sich bei den BW-Bank jazzopen stuttgart 2009 in der Zusammenarbeit mit der wundervollen Helen Schneider und Stuttgarts bekanntestem Jazzer Wolfgang Dauner erneut erweisen.Die 1952 in New York geborene Helen Schneider absolvierte zunächst eine klassisch orientierte Pianoausbildung, bevor sie in den 70er Jahren mit einer Bluesband in den USA unterwegs war. Nachdem sie Mitte der 70er zwei Studioalben veröffentlicht hatte, ergaben sich Auftrittsmöglichkeiten in den großen Hotels von Las Vegas und diversen TV-Shows: kurze Zeit später gastierte sie in den renommiertesten Musikclubs der US-Metropolen.Als sie 1978 anlässlich ihrer ersten Europa-Tournee auch Deutschland besuchte, kam es zu einer Neuorientierung: ihre erste deutsche Produktion „Helen Schneider live in Hamburg“ entwickelte sich rasch zu ihrem bis dato erfolgreichsten Album, es folgten eine Tour mit Udo Lindenberg und zahlreiche Einladungen in „Bios Bahnhof“, wo sie ihren ersten Auftritt in Deutschland überhaupt hatte. Helen Schneider war auch die erste westliche Künstlerin, die im Ostberliner Palast der Republik in der damaligen DDR aufgetreten ist.Ihre beiden Alben dieser Zeit – „Crazy Lady“ und „Helen Schneider with The Kick“ wurden von Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert aufgenommen: „Rock’n’Roll Gypsy“ war ein Top-Ten-Hit in den deutschen Charts, Helen Schneider wurde 1981 vom Musikmarkt zur besten Sängerin gekürt, im Jahr darauf nahm sie als erste internationale Künstlerin den Preis ’Sängerin des Jahres’ der Deutschen Phono-Akademie entgegen.1987 entdeckte Helen Schneider ihre Liebe zum Musical: sie brillierte als Sally Bowles in „Cabaret“ an der Seite von Hildegard Knef im Theater des Westens in Berlin und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass diese Inszenierung als eine der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses gilt. Seit dieser Zeit ist sie eine gefragte Musicaldarstellerin und war in Erfolgen wie „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber zu sehen.Sie lebte für einige Jahre wieder in New York, später längere Zeit in Südfrankreich. 1996 ein Duett mit Andrea Bocelli für Eberhard Schoeners „Short Opera“-CD auf. Daraus entwickelte sich 1998 eine Zusammenarbeit für den Abschiedssong zur ZDF-Kult-Serie „Derrick“, die Schoener seinerzeit musikalisch betreute. In den Jahren 1999 bis 2001 spielte sie die Eva Perón in den Musical „Evita“ bei den Bad Hersfelder Festspielen.Nach der Veröffentlichung von „A Walk on the Weill Side“ mit Liedern von Kurt Weill und Stephen Sondheim, mit dem sie seit 1989 häufiger auftrat, war Helen Schneider zwischen 2003 und 2005 mit ihrer One-Woman-Show „A Voice And A Piano“, die einen Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Lebens bietet, auch im deutschsprachigen Raum wieder auf Tournee. 2005 und 2006 gab sie in Deutschland einige Konzerte mit dem Bandprojekt M'Jobi, bestehend aus Mini Schulz am Bass, Jo Ambros an der Gitarre und Meinhard „Obi“ Jenne am Schlagzeug.Mit ihrem 2007 veröffentlichten Album „Like a Woman“, das vorwiegend Interpretationen populärer amerikanischer Songwriter enthält, knüpft sie wieder an ihr musikalisches Schaffen der 1970er Jahre an. Helen Schneider lebt seit Ende 2006 in Berlin. Ihr im Herbst 2008 auf Edel Records erschienenes, von Till Brönner produziertes Jazz-Album „Dream A Little Dream“ war auf in vielen Charts- und Pollergebnissen zu finden.Stuttgarts bedeutendster Jazzer Wolfgang Dauner war mit seiner Formation Et Cetera ein Pionier des elektronischen Avantgarde-Jazz und gründete 1975 das United Jazz & Rock Ensemble. Er hatte bereits als Kind Klavierunterricht und studierte 1958 kurzzeitig Trompete und Komposition an der Musikhochschule Stuttgart.Als Jazzmusiker ist er weitgehend Autodidakt. Er gilt als kreativer Keyboarder und Komponist, der grenzüberschreitend tätig ist. Bei ihm gibt es keine Trennung zwischen E- und U-Musik, zwischen neuer und alter Welt. Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählen Bill Evans, Lennie Tristano, John Coltrane und Sonny Rollins.Als Leader einer eigenen Combo war Dauner während der 60er Jahre in europäischen Polls unter den Dauersiegern und auf allen wichtigen Festivals präsent. 1971 entstand aus diesem Trio die Band Et Cetera, welche die Übergänge zwischen Free- und Rock-Jazz erkundete. Neben seiner Tätigkeit als Leiter der Radio Jazz Group Stuttgart war Dauner auch für innovative TV-Produktionen und Soundtracks verantwortlich. 1975 gründete er mit anderen europäischen Jazzmusikern das einflussreiche United Jazz & Rock Ensemble.Trompeten: Felice Civitareale, Frank Wellert, Karl Farrent, Rudi ReindlPosaunen: Ernst Hutter, Marc Godfroid, Ian Cumming, Achim HartmannSaxes: Andi Maile (ts), Axel Kühn (ts), Klaus Graf (as), Steffen Weber (as), Pierre Paquette (bs)Schlagzeug: Guido JörisBass: Decebal BadilaGit: Klaus-Peter SchöpferPiano: Martin SchrackMD: Klaus WagenleiterGaststars: Helen Schneider (Vocals), Wolfgang Dauner (Piano)„McCoy Tyner repräsentiert das Coltrane-Erbe heute gültiger als jeder andere, ja, er ist dieses Erbe: still und dienend, voller Ernst und Religiosität“, - so Joachim Ernst Berendt in seinem „Jazzbuch“. Wer die Geschichte des Pianos im Jazz studieren will, kommt um McCoy Tyner nicht herum. In der fruchtbarsten Phase des Quartetts ist er sechs Jahre lang ein so enger Weggefährte von John Coltrane gewesen, dass er weitere sechs Jahre benötigte, um dieses Erbe zu verarbeiten und sublimiert zu einem eigenen Stil der Jazz-Welt zu präsentieren.Neben Cecil Taylor ist McCoy Tyner der wohl wichtigste Vertreter der großen Errungenschaften des Jazz der 60er Jahre: das modale Spiel kann als eine Erfindung dieser Epoche gewertet werden, über deren Patent sich rechtmäßig heutzutage wohl nur noch diese beiden Giganten unterhalten dü
~ Thomas Staiber