Artikel geschrieben am: 01.01.70

--- (Datei: Haffner Shapes)

Wolfgang Haffner gilt seit Jahren als Deutschlands Jazzdrummer #1. Haffner wurde am 7. Dezember 1965 in Wunsiedel / Deutschland als Sohn eines Kirchenmusikdirektors geboren. Ab dem Alter von 6 Jahren erhielt er Klavier- und Schlagzeugunterricht. Mit 18 Jahren holt ihn Deutschlands berühmtester Jazzmusiker, Albert Mangelsdorff, in seine Band. Seither war Wolfgang Haffner Drummer in den Bands von Klaus Doldingers Passport (1989-2000) und US-Superstar Chaka Khan (1994-1995). Seit 1994 auch Mitglied der amerikanischen Fusionband “Metro” (Chuck Loeb, Mitch Forman, Victor Bailey). 1994-2004 Drummer bei den “Old Friends”. Seit 2002 spielt Haffner in der Nils Landgren Funk Unit. Unzählige Tourneen führten ihn mehrmals um die Welt. Seit Jahren produziert er auch unterschiedliche Künstler, 2004 zeichnete er für das Album “Forward Motion” der Isländischen Superband “Mezzoforte” verantwortlich. Konzerte mit: Pat Metheny, Michael Brecker, Randy Brecker, Roy Hargrove, Mike Stern, Jan Garbarek, Michael Franks, Bob James, Joe Sample, Chuck Loeb, Gato Barbieri, Hiram Bullock, Robben Ford, Chaka Khan, Joe Lovano, Roy Ayers, Esbjörn Svensson, Die Fantastischen Vier, Hiram Bullock, Bill Evans, Maria Schneider, Clark Terry, Johnny Griffin, “Sweets” Edison, Albert Mangelsdorff, Will Lee, Joe Pass, Victor Bailey, Lalo Schifrin, Cassandra Wilson, Hildegard Knef, Billy Cobham, Al Foster, NDR Big Band, WDR Big Band, Helge Schneider, Nils Landgren, Till Brönner, u.v.a. Sonstiges:- Im Januar 2003 trat Wolfgang Haffner mit großem Erfolg als erster deutscher Schlagzeuger bei der legendären Yamaha Groove Night in den USA auf. - 2004 Europatournee mit der Randy Brecker/Bill Evans All Star Band.- Wolfgang Haffner wurde 1989 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg sowie dem Förderpreis für junge Künstler des Freistaats Bayern ausgezeichnet. - Wolfgang Haffner ist bei unzähligen Filmmusiken (Schtonk, Tatort, u.v.a.) und TV Jingles zu hören. - Mitwirkung bei ca. 300 CD Produktionen.
Wolfgang Haffner Biographie
Wolfgang Haffner wurde 1965 in Wunsiedel/Germany geboren. Im Alter von 6
Jahren begann er Klavier und Schlagzeug zu spielen. 1984 holte ihn Albert Mangelsdorff in das
„Deutsch Französische Jazzensemble“, erste Auftritte waren die Jazzfestivals in Paris und Berlin.
1989 – 2000 war Haffner der Schlagzeuger bei Klaus Doldingers „Passport“, und
tourte in Europa und Südafrika. 1994 & 1995 spielte er in der Band von Chaka Khan.
Seit 1994 ist er Mitglied in der US Fusion Superband METRO (Chuck Loeb, Mitch
Forman and Anthony Jackson, Victor Bailey...). Zusammen mit seinem langjährigen
Weggefährten Roberto Di Gioia gründete Haffner 1997 die erfolgreiche Gruppe
„Zappelbude“
Haffner spielte mit vielen berühmten Jazzmusikern wie z.B. Pat Metheny, Michael &
Randy Brecker, Larry Carlton, Bill Evans, Earl Klugh, Woody Shaw, Roy Hargrove, Johnny
Griffin, Cassandra, Wilson, Joe Pass, Bob James, Joe Lovano, Clark Terry, Pat Martino, Eddie
Daniels, Mc Coy Tyner, Art Farmer, Pee Wee Ellis, Esbjörn Svensson, Joe Sample, Fred Wesley,
RoyAyers, Hiram Bullock, Will Lee, Robben Ford... ), aber auch mit unterschiedlichen
Künstlern und Bands wie Jan Garbarek, Michael Franks, „Die Fantastischen Vier“,
No Angels, Stefan Raab, Helge Schneider, Xavier Naidoo, Sasha, Wolfgang Niedecken,
Konstantin Wecker, DePhazz, Lalo Schifrin, NDR Big Band Hamburg, WDR Big Band Köln.
Haffner hat auf vielen bedeutenden Jazzfestivals gespielt, u.a. Montreux, Paris,
Chicago, North Sea Jazzfestival, Los Angeles, Berlin, Vienna, San Diego, Geneva,
Amsterdam, Nice, Stockholm, Madrid, Oslo, Zurich, London.
Tourneen führten ihn in mehr als 50 Länder (Argentinien Brasilien, Venezuela,
Nicaragua, Chile, Uruquay, Mexiko, Peru, Bolivien, Kolumbien, Portugal, Südafrika,
USA, Indien, Ägypten, Libanon, Syrien Italien, Jordanien, Polen, Ungarn, Thailand,
England, Spanien, Japan, Finnand, Dänemark, Schweden, Norwegen, Lettland, Russland,
China ...)
2002 gründete Wolfgang Haffner seine eigene Band und tourte durch mehrere europäische
Länder. Er spielt auch mit der Nils Landgren Funk Unit aus Schweden.
Haffner hat bisher auf 350 Alben getrommelt, davon 11 unter eigenem Namen.
Im Frühjahr 2004 hat er das neue Album „Forward Motion“ der isländischen
Superband “Mezzoforte“ produziert.
Wolfgang Haffner: Shapes - Tour 2006
am Sa, 07.10.06 Beginn: 20:00 Einlass: 19:00
Centralstation Darmstadt, Saal 3. OG, bestuhlt, freie Platzwahl
Wolfgang Haffner: Luft und Raum Wolfgang Haffner gehört zu den Aushängeschildern des deutschen Jazz. Bereits als 18-Jähriger von Albert Mangelsdorff entdeckt, begann er als einer der wenigen deutschen Jazzmusiker schon sehr früh mit einer Vielzahl international renommierter Künstler zu spielen. Fast unendlich ist inzwischen die Liste an berühmten Musikern, mit denen er auftrat und produzierte - sie reicht von Michael und Randy Brecker bis Pat Metheny, von Till Brönner über Hildegard Knef, Konstantin Wecker und Manfred Krug bis hin zu der Girl-Group No Angels. Nur ein besonderer Könner bewegt sich in so vielen Genres sicher! In diesem Jahr hat der Nürnberger Schlagzeuger neben seinen zahlreichen Engagements als Begleitmusiker auch wieder eine CD unter eigenem Namen produziert: 'Shapes'. Das Ergebnis ist, so Haffner, 'ein Album, in dem viel Luft, viel Raum ist'. Alle Kompositionen stammen von ihm selbst. Außer der angenehmen Neigung zu Luft und Raum zeigen sie Haffners Vorliebe für eingängige, griffige Melodien. Darüber hinaus ist die auf seiner letzten CD 'Zooming' erkennbare Affinität zu elektronischen Elementen zu hören. Lyrisch und sofort zugänglich sind die Themen der Stücke, manchmal hakt sich auch eine Basslinie schnell im Gedächtnis und in der Motorik des Zuhörers fest. Und so, wie er selbst keinen Anlass sieht, sich solistisch in den Vordergrund zu spielen, verzichten auch seine musikalischen Partner (auf der CD immerhin so renommierte Musiker wie Nils Landgren, Sebastian Studnitzky, Frank Kuruc und Lars Danielsson) auf jegliches vordergründige Muskelspiel. Es bleibt Raum und Luft für entspannte Entwicklungen, denen - fast klingt es paradox - sehr viel Spannung innewohnt. In der Centralstation stellt Wolfgang Haffner das Album gemeinsam mit Sebastian Studnitzky (Keyboards, Trumpet), Frank Kuruc (Guitar) und Lars Ericsson (Bass) vor.


Wolfgang Haffner
Shapes
ACT/Edel 9603-2 (61 Min., aufgenommen 10/2005)

Mit Shapes sei ihm ein Album gelungen, "in dem viel Luft, viel Raum ist", sagt der Schlagzeuger Wolfgang Haffner. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Die zwölf Titel sind tatsächlich angenehm luftig arrangiert, was den Hörern die Möglichkeit verschafft, die musikalischen Gedanken in der eigenen Fantasie nachwirken zu lassen und eventuell sogar fortzuspinnen. Andererseits bieten die Vielfalt der Sounds und die Varianten der aus der weiten Popwelt zwischen Techno und Hip Hop inspirierten Rhythmen stets neuen Anreiz zum Hinhören. Diese Rhythmen, entweder manuell auf dem Schlagzeug erzeugt oder digital in Computern, verleihen den Titeln eine konstant pulsierende Basis. Clever verändert Haffner permanent die Färbung und - stellenweise - Platzierung im imaginären Raum zwischen den Boxen. Deren Konstanz ermöglicht es, dass die anderen Instrumente kürzelartige Melodien einstreuen, deren Fortführung manchmal sogar ein zweites Instrument übernimmt, so dass der prägende Charakter des Stücks durch dieses Zusammenwirken entsteht. Zwei Stuttgarter Musiker, der Trompeter Sebastian Studnitzky und der Gitarrist Frank Kuruc, sind Dank ihrer Erfahrung als Pop-Produzenten und Mitglieder in Pop-Bands hervorragend auf dieses hellwache Spiel des NuJazz prädestiniert, zumal beide von Haus aus gestandene Jazzer sind. Der Bassist und Cellist Lars Danielsson und der Posaunist Nils Landgren bringen in diese Titel zusätzliche Farbe. Dabei bekommt es der Platte bestens, dass die Besetzung variiert und nicht jeder Musiker in jedem Titel präsent ist und sich bläserfreie mit bläserdominierten Stücken abwechseln. So intelligent und abwechslungsreich wie auf "Shapes" wird NuJazz nur selten gespielt.
Werner Stiefele, 2.6.2006

Wolfgang Haffner: drums Sebastian Studnitzky: keyboards Frank Kuruc: guitar Lars Ericsson: bass   Meister der Gelassenheit Feine, bewegte Formen aus Klang: Wolfgang Haffners Album "Shapes" mit Nils Landgren als Posaunist und Co-Produzent Seit langem ist er auf verschiedensten ACT-Alben zu hören – ob bei Nils Landgren, Rigmor Gustafsson, Viktoria Tolstoy oder den German Jazz Masters um Klaus Doldinger und Albert Mangelsdorff. Doch nun präsentiert Wolfgang Haffner, seit den achtziger Jahren einer der begehrtesten und profiliertesten Musiker der deutschen Jazz-Szene, erstmals auf diesem Label eine CD unter eigenem Namen. "Shapes" heißt sie, Formen. Ein Titel, der in besonderer Weise auf die Musik passt: Feine, bewegte Formen aus Klang sind die Stücke, die Wolfgang Haffner in einer ungemein nuancenreich agierenden Quintett-Besetzung für diese CD eingespielt hat: mit Posaunist Nils Landgren, Trompeter und Pianist Sebastian Studnitzky, Gitarrist Frank Kuruc und Bassist und Cellist Lars Danielsson. Nils Landgren, für den der Schlagzeuger seit Jahren ein ständiger musikalischer Partner in dessen Bands ist, hat die CD mit Haffner zusammen produziert. "Wir wollten ein vielschichtiges Album machen, das nicht den Schlagzeuger hervorkehrt", sagt Wolfgang Haffner. Und genau das ist ihm, Landgren und den Mitmusikern auf bewundernswert organische und aufregende Art gelungen. "Ein Album, in dem viel Luft, viel Raum ist": ein weiterer Satz von Wolfgang Haffner über das, was er in "Shapes" mit der Musik vorhatte. Viel Luft, viel Raum – das ist jedoch alles andere als Leere. Statt dessen hat es mit einem äußerst gelassenen musikalischen Selbstverständnis Haffners zu tun – besser gesagt: mit der besonderen Souveränität des Musikers, der einst als 18-Jähriger in die Band von Albert Mangelsdorff geholt wurde und als ganz junger, ungemein präziser Schlagzeuger etliche Stars von Johnny Griffin über Clark Terry und Harry "Sweets" Edison bis Joe Pass begleitete. Fast unendlich ist inzwischen die Liste an berühmten Musikern, mit denen er spielte – von Michael und Randy Brecker bis Pat Metheny, Till Brönner, Hildegard Knef oder Konstantin Wecker, Manfred Krug und der Girl-Group No Angels. Nur ein besonderer Könner bewegt sich in so vielen Genres sicher. Viele Tourneen führten ihn rund um die Welt. Er gehört zu den Aushängeschildern des deutschen Jazz. Aber all das bedeutet auch – was man in den vorliegenden Aufnahmen deutlich merkt -, dass Wolfgang Haffner niemandem mehr beweisen muss, wie gut er ist. Er ist es einfach nur. Somit ist gerade die Musik, die er heute macht, nicht vorrangig die Musik eines großen Schlagzeugers, sondern schlicht die eines großen Musikers. Und so, wie er selbst keinen Anlass sieht, sich solistisch in den Vordergrund zu spielen, verzichten auch seine musikalischen Partner in "Shapes" auf jegliches vordergründige Muskelspiel. Es bleibt Raum und Luft für entspannte Entwicklungen, denen - fast klingt es paradox - sehr viel Spannung innewohnt. Alle Kompositionen stammen von Wolfgang Haffner selbst. Und sie zeigen außer der angenehmen Neigung zu Luft und Raum auch Haffners Vorliebe für eingängige, griffige Melodien. Lyrisch und sofort zugänglich sind die Themen der Stücke oft, manchmal hakt sich auch eine Basslinie schnell im Gedächtnis und in der Motorik des Zuhörers fest. Haffner sagt, er habe die konkrete Besetzung seines Quintetts immer fest im Blick gehabt, als er sich zum Komponieren ans Klavier setzte. Die Stücke sind musikalische Maßanzüge für die fünf Musiker. Das spürt man an vielen Stellen genau, ob in den lyrischen Solo-Passagen für Lars Danielssons Bass in "Crusin" (und im Gesang seines Cellos in "Blue Bar"), den schwerelosen Linien für Sebastian Studnitzkys gestopfte Trompete im Titelstück "Shapes", den kürzelhaften Gitarren-Motiven Frank Kurucs in "Tomorrow Never Knows" (das nichts mit dem gleichnamigen Beatles-Stück zu tun hat) - oder dem Material, das sich Nils Landgrens Posaunenspiel im raffiniert ohrwurmhaften Schluss-Stück "Silent Way" bietet. Im letztgenannten Stück herrschen Langsamkeit und lyrische Schönheit in Vollendung; aber zu schön, um noch wahrhaftig zu sein, ist das nicht. Eher entwaffnend in seiner bekenntnishaften Unverstelltheit. In Haffners Stücke auf "Shapes" konnten sich die Spieler offenbar bestens hineinfallen lassen – und genau so dürfte es den Hörern ergehen. Eine auch stark von Elektronik geprägte Aura hat das Album, in dem Keyboards und Programming einen wichtigen Part einnehmen. Doch bei all dem hat diese Musik eine enorme Frische und Unmittelbarkeit. Haffner: "Gut die Hälfte der Stücke haben wir im Studio nur ein einziges Mal eingespielt. Zwei Nummern waren sogar komplett gejammt. Und insgesamt ist alles so geblieben, wie wir es gespielt haben." Es gibt darin einige vorproduzierte Elemente – "hier eine Synth-Line, dort eine Atmo" -, und viel Zeit hat sich Haffner für die endgültige Abmischung genommen. "Aber auch da ging es nur um Dinge wie wandernde Sounds oder ein Delay ab und zu." Feinschliff im Design: Doch was noch mehr zählt, ist die Stimmigkeit der Substanz. Man merkt an der Unmittelbarkeit, wie gut die Chemie zwischen den Musikern war, und an der organischen Geschlossenheit des ganzen Albums, wie sehr Wolfgang Haffner als Komponist und Bandleader hier mit seinem eigenen musikalischen Charakter eins wurde. Ganz gewiss ist es bei ihm keine Floskel, wenn er sagt: "Das ist ein sehr persönliches, ehrliches Album.“ Sei konsequent du selbst und spiel radikal, was dir gefällt: Genau das tun Wolfgang Haffner und seine Partner hier – und die Gelassenheit und Schönheit haben etwas auf Anhieb Überzeugendes

~ Thomas Staiber

Deko Füller
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