Artikel geschrieben am: 01.01.70
--- (Datei: dauner-interview03)
---
Interview mit Wolfgang Dauner 14. 04. 2003
1) Warum haben Sie nach Ihren Ravel- und Gershwin-Interpretationen, die ja in einem zeitlichen Kontext zum Jazz stehen, mit Klaviersonaten von Joseph Haydn beschäftigt?
2) Haydns experimentelle Kühnheiten vollzogen sich hinter der Maske der Konvention. Wie gehen Sie als Jazzmusiker heute mit diesem Spiel aus dem 18. Jahrhundert um?
3) Es gibt zwei herausragende, aber sehr unterschiedliche Einspielungen der Klaviersonaten Haydns: die logisch-abstrakte von Glenn Gould und die von András Schiff. Wo stehen Sie?
4) Was verbindet Sie – außer dem notorischen Fleiß - mit dem von Laien oft unterschätzten Joseph Haydn?
5) Haydn war ja Mozarts Freund und Beethovens Lehrer. Beschäftigen Sie sich zukünftig weiter mit der Wiener Klassik?
6) Spielt der Jazz für Sie noch eine wesentliche Rolle?
7) Sie galten in den 60-er und 70-er Jahren als einer, der Kultur und Gesellschaft stets in einen kreativen dialektischen Zusammenhang gestellt hat. Und heute?
8) Erhält ein freier Musiker Ihrer Reputation genügend Aufträge und Auftrittsmöglichkeiten?
.
~ Thomas Staiber